Libe Franca Dankechün das du mir helfst

Mein Name ist Franca, ich bin 23 Jahre alt, gelernte Konditorin und Studentin. Ich interessiere mich schon seit Jahren für soziale Projekte und habe mit Straßenkindern in Bolivien und Südafrika gearbeitet. Dabei habe ich gelernt, wie gut es mir geht und was mir von klein auf alles ermöglicht wurde und was man auch von Menschen in einer schwierigeren Situation alles lernen kann. Aber nicht nur in armen Ländern gibt es Kinder, die nur ganz wenig haben und deshalb habe ich mich für eine Patenschaft hier in Berlin entschieden.

Seit fünf Monaten ist Jamila mein Patenkind, das mir vom Projekt PaSch – Paten für Schüler vermittelt wurde. Jamila ist 7 Jahre alt, geht in die zweite Klasse und wohnt direkt bei mir um die Ecke. Ihre Eltern sind wahnsinnig nette Menschen, die sich sehr, sehr liebevoll um sie und ihre Schwester kümmern, nur leider fehlen eben etwas die Deutschkenntnisse. Deshlab unterstützte ich Jamila bei den Hausaufgaben. Damit ich aber nicht nur ihre Nachhilfelehrerin, sondern auch eine Art Freundin bin, gehen wir ab und zu ins Kino, in die Bibliothek und basteln zusammen.

 

Jamila findet es sehr schön eine Patin zu haben und schreibt:
„Libe Franca Dankechün das du mir helfst“


Besonders schön ist es, zu sehen, welche Fortschritte Jamila seit unseren ersten Treffen schon gemacht hat. Ich möchte Jamila dabei unterstützen, dass sie später bessere Chance hat als ohne mich und das macht unsere Zusammenarbeit trotz Konzentrationsschwierigkeiten und sehr viel gefragter Ausdauer sehr schön!! Und wir sind beide froh, uns zu haben!!

 

Auch mein Papa kommt nicht aus Deutschland und hätte mir wahrscheinlich auch nicht alle Wörter, die man als Kind neu lernt erklären können, aber das konnte dann meine Mama. Gerade solch kleine Dinge sind glaube ich sehr wichtig, um für später Wissen aufzubauen. Deshalb wäre es schön, wenn noch mehr Kinder in Berlin Paten/innen bekommen würden.

Monika die gute Seele

Hallo, mein Name ist Monika, ich bin 67 Jahre alt und arbeite als Verwaltungsangestellte.

 

Im Dezember 2010 lernten Walid (9) und ich uns kennen. Es gab nur eine kurze Kennenlernphase. Wir haben uns aber sehr schnell angefreundet. In der Zeit von Januar bis März 2011 habe ich mit Walid zweimal die Woche für ca. zwei Stunden und danach einmal wöchentlich mit ihm etwas für die Schule gelernt.

 

Walid ist ein sehr liebenswerter Junge, immer nett und fröhlich und immer bereit zum gemeinsamen lernen. Wir spielen viel zusammen und mit seiner kleinen Schwester Amina (5) und seinem alleinerziehenden Vater gerne auch mal “Schwarzer Peter”. Gemeinsam besuchten wir viele Veranstaltungen unterschiedlicher Art, z.B. waren wir im Zirkus, im Planetarium oder Theater.

Ich fühle mich als “Patin” integriert in die kleine Familie und genieße das wöchentliche Beisammensein sehr. Amina hat sich bereits bei mir vergewissert, ob ich mit ihr auch Schularbeiten mache, wenn sie zur Schule geht.

 

Selbstverständlich habe ich dies bejaht!

Das Patenjahr von Eren und Lee

Anchalee, genannt Lee, und Eren waren ein Jahr ein Patentandem und berichten hier von ihren Erfahrungen. Lee ist 22 und studiert Geschichte und Politik. Was die beiden in dem Jahr so alles erlebt haben, möchten sie euch im Folgenden berichten.

Lee: Als ich Eren zum ersten Mal gesehen habe, war er mir sofort sympathisch. Es hat nicht lange gedauert und schon haben wir gemeinsam Uno gespielt.

 

Eren: Lee und ich haben bei unserem ersten Treffen bei PaSch mit der Carrera-Bahn gespielt. Das hat Spaß gemacht.

 

Lee: Schon bald haben wir uns bei Eren zu Hause getroffen. Ich habe seine Familie, Mama, Papa, seinen kleinen Bruder und seine Schwester kennen gelernt.

 

Eren: Wir haben am Anfang viel Lego gebaut. Aber Lee hat mir auch bei meinen Hausaufgaben geholfen. Wir haben zusammen gelesen. Jeder immer eine Seite.

 

Lee: Es hat mich sehr gefreut, als Eren mich bei mir zu Hause besucht hat. Er ist ein großer Star Wars Fan, weshalb wir uns gemeinsam die alten Filme angesehen haben. Davor haben wir allerdings noch zusammen Pizza gemacht und gegessen. Die war lecker!

 

Eren: Lee und ich haben mein Computerspiel zusammen gekauft. Das heißt: Star Wars – The Clone Wars. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

 

Lee: Für das Spiel hat Eren sehr lange sein Taschengeld gespart. Als wir zu Toys’r'us gefahren sind, war er ganz aufgeregt. Später konnte er es gar nicht erwarten das Spiel endlich zu starten.

 

Eren: Wir haben auch mal das Technikmuseum besucht. Es gab Flugzeuge, Züge, Goldminen, Boote, Autos und Waffen. Am besten war die Goldmine.

 

Lee: Als Eren mich einmal zu Hause besucht hat, waren wir zusammen im Schlosspark. Bei einem Eis sind wir spazieren gegangen und haben uns die vielen Pflanzen und Figuren angeschaut. Wir saßen eine Weile am Wasser, um die Enten zu beobachten. Danach sind Eren und ich zu seiner Tante gegangen, die ganz in der Nähe wohnt.

 

Eren: Zusammen mit meiner Schwester und ihrer Patin Annett sind wir ins Kino gegangen. Wir haben Alwin und die Chipmunks geguckt. Mit hat der Film gut gefallen.

 

Lee: Im Sommer sind Eren, meine Mitbewohnerin und ich zum Badesee Krumme Lanke gefahren. Der ist ganz in der Nähe meiner Uni. Es war sehr warm und das kalte Wasser tat uns gut. Eren konnte zunächst ein bisschen Schwimmen üben und ging danach auf Fischjagd im See. Zum Glück hat er keinen gefangen.

 

Eren: Lee hat mir als Geburtstagsgeschenk einen Besuch im Kinofilm Ice Age 4 geschenkt. Dafür sind wir ins Kino gegangen.

 

Lee: Während unserer letzten Treffen haben wir diesen Text geschrieben. Das war gar nicht so einfach. Aber jetzt ist er fertig und wir haben beide etwas, damit wir nicht vergessen, was wir zusammen erlebt haben. Es war eine tolle Zeit.

Labyrinth Kindermuseum Berlin